14.06.2020, von Bittruf, Harald

Das Technische Hilfswerk Bayreuth - ein zuverlässiger und leistungsstarker Partner in der Coronapandemie

Bayreuth/München. Seit Anfang März transportiert das Technische Hilfswerk dringend benötigte Ausstattung zur Bekämpfung der Coronapandemie für den Freistaat Bayern. Über rund 100 Logistikstützpunkte werden zentral beschaffte Materialien von den Helfern des THW bis zu den örtlichen Katastrophenschutzbehörden transportiert. Auch das THW Bayreuth ist seit neun Wochen nahezu täglich mit Tätigkeiten im Rahmen der Transportlogistik befasst.

Die Coronapandemie hat das Leben der Menschen in Deutschland nachhaltig verändert. Während die einen zuhause bleiben müssen, sind die Helfer des THW Bayreuth fast täglich im Einsatz, um für die Katastrophenschutzbehörden vor Ort die dringend benötigte Schutzausstattung bereitzustellen.

 

Die durch den Freistaat Bayern zentral beschafften Güter, wie zum Beispiel Desinfektionsmittel, Schutzmasken, Schutzkittel, u. ä. werden durch das THW von zentralen Logistikstützpunkten flächendeckend an die Landratsämter und kreisfreien Städte verteilt. Die Aufgabe der Helfer in Bayreuth besteht darin, die Lieferungen aus den zentralen Logistikstützpunkten anzunehmen, aufzuteilen und an die Katastrophenschutzbehörde bzw. Enddestinationen weiterzugeben. Lieferungen für andere Landkreise werden unverzüglich zu den dortigen THW Ortsverbänden weitertransportiert. Es muss immer wieder darauf hingewiesen werden, dass durch das THW keine Ausgabe oder Verteilung von Schutzausstattung an Endverbraucher erfolgt.

Neben Transporten zu nahegelegenen Ortsverbänden mussten zum Teil auch Transportfahrten bis nach Würzburg durchgeführt werden. Eine Zwischenlagerung im THW Ortsverband Bayreuth erfolgt grundsätzlich nicht. Alle Güter werden umgehend an ihren Bestimmungsort weitertransportiert. Dies ist zum einen aufgrund der Dringlichkeit, aber andererseits auch aus Gründen der Sicherheit geboten. THW-Helferinnen und -Helfer haben zum jetzigen Zeitpunkt während der Einsätze keinen Kontakt zu Personen, die mit dem Coronavirus erkrankt sind.

Seit dieser Woche wurde auch der Ausbildungsbetrieb im Ortsverband – unter Beachtung strengster Verhaltensregelungen - wieder aufgenommen. So wird Dienst nur in kleinen Gruppen verrichtet. Selbstverständlich gilt auch bei der Ausbildung weiterhin das Abstandsgebot und in Situationen in denen ein Sicherheitsabstand nicht sicher eingehalten werden kann, Maskenpflicht.

Für den Erfolg des Gesamteinsatzes ist Ausdauer gefragt. Seit Aufnahme der Transporte wurden bereits tausende von Fahrten durchgeführt und zehntausende von Paletten an Hilfsgütern transportiert. Jeden Tag sind im Durchschnitt über 400 ehren- und hauptamtliche Kräfte für diese und andere Aufgaben im Einsatz. „Seit Beginn der Krise haben wir in Bayern sehr viel geleistet“ so der Landesbeauftragte für Bayern Dr. Fritz Helge Voß: „Die Zahlen bestätigen, mit welch hohem Engagement sich Ehren- wie Hauptamtliche gemeinsam für die Bürgerinnen und Bürger einsetzen“.

Bericht: Harald Bittruf, THW OV Bayreuth
Bild: Christian Hummer, THW OV Bayreuth


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