Bayreuth, 16.03.2019, von Peter Schönhammer

Der etwas andere Erste-Hilfe-Kurs

Stress pur. Zur alljährlichen Auffrischung in Erster-Hilfe wurden unsere Helfer direkt ins kalte Wasser geworfen. Ein simulierter Bus-Unfall stellte den aktuellen Kenntnissstand jedes Einzelnen auf die Probe. Im Nachhinein wurde das Szenario besprochen und einzelne Maßnahmen in Kleingruppen trainiert.

Am Samstag, den 16.03.2019 fand im Ortsverband Bayreuth die alljährliche Unterweisung aller Helfer in Erster-Hilfe statt. Dieses Jahr hat sich die Ausbilderin Marianne Kossak allerdings etwas Besonderes einfallen lassen, um die eventuellen Erwartungen auf Frontalunterricht noch am frühen Morgen im Keim zu ersticken.

Ein Busunfall, viele Verletzte, Gaffer und schlechtes Wetter - zu all dem noch eine von der Situation völlig überraschte THW-Truppe, die nun Ihre Fähigkeiten als Ersthelfer unter Beweis stellen musste. Die unklare Situation, ein großes Durcheinander, schreiende Menschen und aufdringliche Gaffer brachten die Mannschaft deutlich an ihre Grenzen.
Nichts desto trotz konnten durch koordinierte Führung und strategische Arbeitsteilung alle Patienten nach Dringlichkeit der Symptome abgearbeitet werden.

Die THW-Jugend wurde in die Ausbildung voll integriert und realisierte schnell die Wichtigkeit von Hierarchie, Kompetenz und regelmäßiger Übung.

Bei der anschließenden Diskussion konnten die Mitglieder des Ortsverbands ihre Maßnahmen reflektieren und individuelle Defizite ausfindig machen. Diese wurden im weiteren Tagesverlauf an verschiedenen Stationen im Detail von Marianne und Andreas Kossak erklärt und betreut.
Fehlen darf hierbei natürlich nicht der Umgang mit z.B. einem bewusstlosen Atemschutzgeräteträger (AGT).
Alles in allem war dies ein sehr gelungener Ausbildungstag, an dem jeder Helfer sein Wissen um Erste Hilfe auffrischen konnte, auch wenn man jedem Helfer nur wünschen kann, dass dieses Wissen nicht angewendet werden muss.

Bericht: Peter Schönhammer, THW OV Bayreuth
Fotos: Florian Lörzel, THW OV Bayreuth



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